Psychologische Beratung

Nicht immer ist eine länger andauerende Psychotherapie notwendig. Manchmal reichen einige psychologische Beratunggepräche aus, um vorübergehende Schwierigkeiten bewältigen zu können. Bei der psychologischen Beratung geht es deshalb darum, Menschen (ohne eine psychische Symptomatik mit Krankheitswert) dabei zu unterstützen, allgemeine Lebensproblemen (v.a. in den Bereichen Familie, Partnerschaft, Erziehung, Beruf, Zukunftsplanung und Gesundheitsverhalten) zu bewältigen. Dies ist häufig auch gleichzeitig eine präventive Maßnahme zum Erhalt Ihrer psychischen Gesundheit, indem der Entstehung psychischer Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen, etc. oder belastender Syndrome wie Burnout ect. vorgebeugt wird.

Themen sind hierbei häufig Verbesserung des Selbstbewusstseins/Selbstvertrauenens, Klärung von persönlichen oder beruflichen Konflikten, Abbau von chronischem Stress und Verbesseung der work-life-Balance, Veränderung ungünstiger Verhaltensmuster wie übermäßiger Perfektionismus oder Prokrastination (Aufschiebeverhalten), Klärungshilfe bei Entscheidungsschwierigkeiten sowie Verbessung kommunikativer Kompetenzen oder der Entspannungsfähigkeit. 

Die psychologische Beratung wird nicht von Krankenkassen übernommen, sondern ist von Ihnen selbst zu finanzieren.

Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie (VT) ist ein wissenschaftlich anerkanntes Psychotherapieverfahren, welches in den letzten Jahrzehnten aufgrund nachhaltiger Wirksamkeitsnachweise bei einer Vielzahl von psychischen Erkrankungen sowohl in der Fachwelt als auch in der Allgemeinbevölkerung immer weitere Anerkennung erfährt. Sie wird von den Krankenkassen anerkannt und die Therapie kann daher bei  entsprechender Notwendigkeit, Beantragung und Bewilligung mit den Krankenkassen abgerechnet werden.

Eine der zentralen Grundannahmen der Verhaltenstherapie ist es, dass die Probleme eines Menschen neben den äußeren Bedingungen aufgrund ungünstiger Denk- und Verhaltensmuster entstehen. Ziel ist es daher,  diese ungünstigen Muster zu erkennen, unter Betrachtung der eigenen Lebensgeschichte besser zu verstehen und mit Hilfe von lösungsorientierten Ansätzen zu verändern. Häufig geht es auch darum, neue Fertigkeiten und Kompetenzen zu erlernen und die eigenen Problemlösefähigkeiten zu verbessern. Durch ein transparentes und nachvollziehbares Vorgehen soll den Betroffenen die Hilfe zur Selbsthilfe gegeben werden, um ihre aktuellen Probleme im Hier und Jetzt bewältigen zu können und auch für zukünftige Probleme besser vorbereitet zu sein.

Durch meine fundierte, staatlich anerkannte Ausbildung mit abschließender Approbation als psychologische Psychotherapeutin bzw.  Verhaltenstherapeutin verfüge ich über die Befugnis, dieses Verfahren auszuüben.

Durch kontinuierliche Weiterbildung (Teilnahmen an Fortbildungen, Leküre wissenschaftlicher Forschungsergebnisse, Austausch mit Kollegen in Supervision und Intervision ect.) versuche ich, mich immer auf dem aktuellen Stand zu halten und mein therapeutisches Reperoir zu erweitern.

Im Laufe meiner therapeutischen Tätigkeit begegenete ich immer wieder Aussagen wie "Vom Kopf her verstehe ich, dass ich Freunde habe, aber es fühlt sich oft einfach anders an, dann fühle ich mich so einsam/verlassen." oder "Ich weiß, dass ich schon sehr viel im Leben erreicht habe, aber oft fühle ich mich einfach wie der größte Versager" oder "Eigentlich geht es uns gut, finanziell, gesundheitlich und auch sonst, aber dann überkommt mich plötzlich diese Angst". Diese Aussagen beschreiben alle das emotionale Erleben als wesentliche Ursache des eigenen Leidens. Unter Anderem haben solche Aussagen mich dazu veranlasst, einen besonderen Schwerpunkt meiner therapeutischen Tätigkeit auf die Veränderung emotionalen Erlebens zu legen. Die ursprüngliche kognitive Verhaltenstherapie richtet ihren Fokus eher auf die Veränderung von Denk- und Verhaltensweisen. Neuere Entwicklungen in der Verhaltenstherapie betrachten jedoch zunehmend die Entwicklung eines adaptiven Umgangs mit schwierigem emotionalen Erleben als relevant.

Auf der Suche nach geeigneten Interventionen stieß ich schließlich auf die emotionsfokussierte Therapie, welche für mich ein geeignetes ergänzendes Therapieverfahren darstellt, um auch auf emotionaler Ebene Veränderungen bewirken zu können.

Emotionsfokussierte Therapie

Die emotionsfokussierte Therapie (EFT) ist ein neueres Therapieverfahren, welches jedoch international bereits zunehmend verbreitet ist und auch in Deutschland stark an Beliebtheit gewinnt.

Die EFT ist ein wissenschaftlich fundiertes,  prozess- und erlebensorientiertes Therapieverfahren, welches den Fokus auf das emotionales Erleben der Betroffenen richtet, indem sie hilfreiche Emotionen als Ressourcen nutzt und ungünstigen emotionale Schemata aufdeckt und verändert. Ein wichtiger Schwerpunkt der aktuellen psychologischen Forschung und Weiterentwicklung liegt derzeit stark bei der Beschäftigung mit Emotionen (moderne Hirnforschung, Psychotherapieprozess- und -Ergebnisforschung) und auch in anderen Therapierichtungen (z.B. VT) wird zunehmend die Bedeutung emotionaler Prozesse, welche im Fokus der EFT stehen, erkannt. Durch meine Zertifizierung als EFT-Therapeutin kann ich Ihnen eine Kombination aus Verhaltenstherapie und emotionsfokussierter Techniken/Interventionen bei der Arbeit an Emotionen anbieten.

 
 
 

© 2019 Dipl.-Psych. Sonja Ritter, Obere Hauptstr. 1, 85354 Freising